Bundestagswahl: Frauen stärkt Eure Freiheit

Rechte Parteien wollen Frauen zurück an den Herd schicken

Am Sonntag sind 2,88 Millionen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner zur Bundestagswahl aufgerufen. Der Frauenanteil liegt bei ca. 51,7 Prozent. Gerade für Frauen ist diese Wahl von enormer Bedeutung, denn neben den bereits im Bundestag vertretenen Parteien stehen auch rechte Parteien zur Wahl.  


Am kommenden Sonntag wird sich entscheiden, ob die Bürgerinnen und Bürger der Bundesrepublik erstmalig auch Rechtspopulisten in den  deutschen Bundestag wählen. Dies wäre nicht nur aus rassistischen Gründen problematisch, sondern auch ein Angriff auf die Entscheidungsfreiheit jeder Schleswig-Holsteinerin. „Rechte Parteien beschränken Frauen auf die Rolle als fürsorgliche Mutter am Herd. Andere Lebensmodelle lehnen sie ab. Aus unserer Sicht ist es jedoch die Entscheidung jeder Frau, ob sie Beruf und Familie unter einen Hut bringen möchte oder ihr Leben ganz anders gestalten will“, sagt Kerstin Küster, Geschäftsführung im Landesverband Frauenberatung Schleswig-Holstein e.V. (LFSH). „Für diese Entscheidungsfreiheit haben Frauen in unserem Land lange gekämpft und es erfüllt mich mit großer Sorge, dass beispielsweise die AFD oft aus Unkenntnis der Details des Parteiprogramms zu großen Zuspruch erfährt“, so Küster weiter.  


Dabei ist auch die Gleichstellung der Frau in der deutschen Gesellschaft noch längst nicht in allen Bereichen  vollzogen. Dies zeigt sich zum Beispiel deutlich in der unterschiedlichen Bezahlung von Männern und Frauen bei gleicher Arbeit, sowie die Benachteiligungen von Frauen in der Rente nach oft  länger Familien- oder Teilzeitarbeit. Besonders im Falle der Trennung von einem (gewalttätigen) Partner sorgen sich Frauen vor dem finanziellen Nichts und zögern ihre Entscheidung womöglich heraus. „Eben dies erleben die Fachfrauen im LFSH in ihrer täglichen Arbeit“ führt Katharina Wulf, ebenfalls Geschäftsführung im LFSH, aus. In den Frauenberatungsstellen und  Notrufen  in Schleswig-Holstein unterstützen qualifizierte Beraterinnen jährlich mehr als  10.000 Frauen, die sexuelle oder häusliche Gewalt erlebt haben oder noch erleben. „Der  Mythos  vom unbekannten (Fremd-)Täter im Park wird von den rechten Parteien verbreitet und gegen Fremde eingesetzt. Dass Frauen von Unbekannten im Dunkeln überfallen werden, kommt äußerst selten vor, ergänzt Wulf. Dies belegen auch die Zahlen der Kriminalstatistik.  


Der LFSH hat die Geschäftsstelle in Kiel neu aufgestellt. Drei Frauen setzen sich mittlerweile hauptamtlich für eine bessere Ausstattung der Frauenberatungsstellen und Notrufe im Land ein. Bei einem Treffen in Bad Oldesloe machten die Fachberatungsstellen vielfältig deutlich, wie wichtig eine aktive Wahlbeteiligung ist (siehe Foto). Unsere Ziele sind mehr Lebensqualität für Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen und die Unterstützung gewaltbetroffener Frauen. Mehr Informationen unter www.lfsh.de


V.i.S.d.P. Kerstin Küster, Geschäftsführung
Pressekontakt: E-Mail Kerstin.Kuester@lfsh.de Telefon 0431 – 9 96 96 36 

LFSH ruft Schleswig-Holsteinerinnen auf  ihre Freiheiten zu verteidigen

Am Banner v. li. n. re.: Kerstin Küster (Geschäftsführung), Dagmar Greiß (Vorstand), Juditha Bienert
(Büroorganisation), Ursula Schele (Vorstand) und Katharina Wulf (Geschäftsführung).

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